2013/2014 Agenda Kinoreihe im Babylon Fürth

Die Agenda 21-Gruppe Fürth setzt ihre Reihe mit spannenden Filmen rund um das Thema Nachhaltigkeit fort. Jeden zweiten Monat zeigen das Bab ylon Kino und weitere Mitorganisatoren einen Film zu Fragen der ökologischen, ökonomischen oder sozialen Gerechtigkeit. Im Anschluss steht ein ausgewählter Gesprächspartner zur Verfügung, um das filmische Thema zu diskutieren und zu vertiefen. Der Eintritt ist frei, nach jeder Vorführung werden DVDs des gezeigten Films an das Publikum verlost.

Eine Reservierung der Karten wird empfohlen unter Telefon 0911 – 733 09 66 (Babylon ).

Nicht abgeholte Karten verfallen eine Viertelstunde vor der Veranstaltung. Das Agenda 21 Kino ist ein gemeinschaftliches Projekt der Agenda 21 Fürth (Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz, Evangelisches Bildungswerk, Asylarbeit Fürth, Eine-Welt-Laden Fürth und Bluepingu e.V.)“

E-Mail mail@babylon-kino-fuerth.de | Eintritt frei

2. September 2013: PART TIME KINGS
„… UND AM SONNTAG BIN ICH KÖNIG”

Dokumentarfilm D 2012, 53 Min.
Regie: Elke von Linde
Kinder sind unsere Zukunft, doch werden sie auch eine Zukunft haben? Elke von Linde reiste für ihren Film, der 2012 den Cosmic Angel Publikumspreis gewann, mehr als zwei Jahre in weltweit sieben Länder, um Kinder und Jugendliche über ihre Visionen und Träume zu befragen. Zu sehen sind  berührende Geschichten und Aussagen, die die Zukunft durch die Augen unserer Kinder beschreibt.
Ein Film, der Hoffnung weckt, dass die nächste Generation manches besser machen wird.
Diskussionspartner:
Irene Stooß-Heinzel (Pfarrerin)
Elke von Linde (Regiseurin)

4. November 2013: DER SCHEIN TRÜGT – EINE EXPEDITION IN DIE RÄTSEL DES GELDES

Dokumentarfilm D 1997, 97 Min.
Regie: Claus Strigel
Geld regiert die Welt. Ob Luxus, Kartoffeln oder Waffen: Das Zaubermittel Geld kann alles zu allem wandeln. Die folgenreichste Erfindung der Menschheit ist ebenso genial wie fatal, denn es zieht seine  Bedeutung aus Mangel und Armut. Hätten alle Menschen gleich viel Geld, hätte es keinen Wert mehr.
Der Film zeigt anhand des Beispiels einer erfundenen Währung in einem brasilianischem Armenviertel, dass auch selbst gedrucktes Geld eine blühende Wirtschaft entstehen lassen kann. Und  das Fazit? „Wir müssen die Macht über unser Geld zurückgewinnen!“
Diskussionspartner:
Ernst Lohoff & Norbert Trenkle
(Autoren von „Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind“)

6. Januar 2014: BLACK BROWN WHITE

Drama Ö 2011, 107 Min.
Regie: Erwin Wagenhofer
Das Spielfilmdebüt Erwin Wagenhofers ist die Geschichte des österreichischen Fernfahrers Don Pedro, der regelmäßig ukrainischen Knoblauch nach Marokko fährt. Auf dem Rückweg schmuggelt er afrikanische Flüchtlinge in einem fensterlosen Hohlraum seines LKWs nach Europa. Ein riskantes, aber lukratives Geschäft, bei dem bislang alles gut gegangen ist. Doch alles kommt anders, als sich eine junge afrikanische Frau mit ihrem Kind in die Fahrerkabine seines Trucks setzt. Don Pedro tritt damit  eine Fahrt an, die sein Leben wahrscheinlich für immer verändern wird. Trotz seines harten Stoffes gelingt Wagenhofer ein feinfühliger, leichter und z.T. humorvoller Film, der die Absurdität der Globalisierung vor Augen führt und es dem Zuschauer überlässt, sich selbst das Schicksal der  Flüchtlinge im Innenraum des Lasters auszumalen.
Diskussionspartner:
Johanna & Ortwin Endler (Asylarbeit Zirndorf)
angefragt: Franz Ganster
(Flüchtlingsberater Caritas Fürth)

3. März 2014: VOICES OF TRANSITION

Dokumentation F / D 2011, 65 Min.
Regie: Nils Aguilar
Der Film stellt dar, welche Probleme die konventionelle Landwirtschaft hat, mittelfristig die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen. An Beispielen aus Kuba, Frankreich und England werden Alternativen zu unserer energieintensiven und ressourcenverbrauchenden Agrarindustrie gezeigt. Vorgestellt wird auch die britische Transition-Town-Initiative. Mit Projekten wie Gemeinschaftsgärten, Tauschmärkten oder „der essbaren Stadt“ versucht diese, alternative Strukturen zu leben, die unabhängig von Ölkrise oder Klimawandel das Überleben der Menschheit sichern kann. Ein mutmachender Film, der neue und manchmal ganz einfache Wege für eine bessere  Zukunft aufzeigt.
Diskussionspartner:
Dipl. Ing. Johann Gerdenitsch
(Solarbeauftragter der Stadt Fürth)

5. Mai 2014:
DER BAUER MIT DEN REGENWÜRMERN

Dokumentation D 2007, 45 Min.
Regie: Bertram Verhaag
Sepp und Irene Braun sind seit 1984 Biobauern. Auf ihrem Hof in der Nähe von Freising betreiben sie  neben biologischem Ackerbau auch biologische Viehzucht. Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern durchschnittlich 16 Regenwürmer pro qm tummeln, ist es bei Sepp Braun ungefähr die 25-fache Menge. Dass er bei seinem Ackerbau die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer berücksichtigt, versteht sich von selbst. Diese fantasievolle, vielfältige Art der  Ökolandwirtschaft erhöht seine Bodenfruchtbarkeit weit über die seiner auf chemischen Dünger setzenden Nachbarn. Und Überraschung ist angesagt, wenn unerwartet die Frau des senegalesischen Präsidenten ihren Besuch ankündigt …
Diskussionspartner:
angefragt
Andi Walz (Landwirt)

7. Juli 2014: LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE

Dokumentarfilm D 2012, 90 Min.
Regie: Frank Farenski
Farenskis Film thematisiert die Energiewende und die Entwicklung alternativer Energien in Deutschland. Besonders die Solarenergie wird dabei in den Blick genommen. Kritisch beleuchtet werden die Einschränkung der Solarförderung durch die Bundesregierung und Anti-Werbekampagnen gegen alternative Energien. Der Film zeigt aber auch interessante unternehmerische Visionen und kommt zu dem Schluss, dass das Gelingen der Energiewende letztlich nicht in den Händen der Bundesregierung liegt, sondern in den Händen der Verbraucher in  Deutschland.
Diskussionspartner:
angefragt:
Frank Farenski (Regisseur)