2018/19 Agenda21 Kinoreihe in Fürth

Flyer Agenda 21 Kinoreihe 2018-2019

03. September 2018, 18 Uhr: Das System Milch

Dokumentarfilm, D/I 2017, 95 min,
Regie: Andreas Pichler

Das romantisch verklärte Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft existiert auch heute noch, obwohl davon in Wahrheit nicht mehr viel übrig ist: Aus dem Geschäft mit der Milch ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant weiter ansteigt, obwohl viele Menschen unter einer Milchunverträglichkeit leiden. Die Dokumentation beleuchtet, wer die Nutznießer dieses Milliardengeschäfts sind und was der starke Milchkonsum bei Menschen und Umwelt anrichtet. Nicht zuletzt wird die Frage aufgeworfen, welche Alternativen es zur hochtechnisierten Milchindustrie gibt.

Gesprächspartnerin: Claudia Dollinger (Solidarische Landwirtschaft am Bioland-Hof Dollinger)

05. November 2018, 18 Uhr: Zeit für Utopien

Dokumentarfilm, Österreich 2018, 98 min,
Regie: Kurt Langbein

1,5 Millionen Menschen lassen sich mit regionaler, frischer Biokost versorgen, Smartphones werden fair produziert und eine Teefabrik verwaltet sich selbst: Unmöglich? Nein, sondern eine filmische Entdeckungsreise zu Einsteigern in eine neue Gesellschaft. In „Zeit für Utopien“ sagen vier Menschen und Initiativen Ja zu einem Gesellschaftsmodell jenseits von Sozialismus, Kapitalismus und der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen arm und reich und berichten über ihre Erfahrungen mit alternativen Lebensmodellen.

Gesprächsspartnerin: Brigitte Hanek-Ures (FARCAP gGmbH)

07. Januar 2019, 18 Uhr: Weiloisirgendwiazamhängd

Dokumentarfilm, D 2016, 90 min,
Regie: Erwin Mertl

Ein Film über Landwirtschaft, Landschaft und Menschen
Der Film zeigt Menschen, Vordenker und Visionäre aus dem Chiemgau und Rupertiwinkel. Sie gehen teils traditionelle, teils zukunftsorientiere Wege, um das Schöne und Besondere ihrer Region zu bewahren und Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft entgegenzuwirken. Denn intensive Flächennutzung, gesteigertes Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen haben nicht nur weltweit negative Auswirkungen, sondern bedrohen auch das, was uns am Herzen liegt: die eigene Heimat.

Gesprächspartner im Filmvorgespräch um 17 Uhr im Foyer:
Mitinitiator Leonhard Strasser (Agrarbündnis Berchtesgardener Land-Traunstein) berichtet über Ziele und Vorgehen der Bauern7Bäuerinnen, die zu Filmemachern wurden. Wie kamen sie darauf einen Film zur Agrarwende zu drehen? Was waren die Schwierigkeiten und Erfahrungen aus dem Drehprozess? Und was hat sich durch den Film für sie verändert?

04. März 2019, 18 Uhr: Minimalism

Dokumentarfilm, US/D 2015, 78 Minuten,
Regie: Matt D’Avella, in englischer Sprache

„Weniger ist mehr“ heißt das Motto der bekennenden Minimalisten Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus. Auf einer Reise durch die USA nehmen sie immer mehr Menschen mit zu einem Leben, das ohne viele Dinge auskommt: von ehemaligen Workaholics und erfolgreichen Managern bis zu Familienvätern und werdenden Müttern. Der Film überzeugt mit beeindruckenden Bildern und führt authentisch und sympathisch an die Motive unterschiedlichster Menschen heran, sich durch den Verzicht auf Konsum für ein Mehr an Zeit, Leidenschaft und Freiheit zu entscheiden.

Gesprächspartnerin: Anne Tieseler (grueneralltag.de)

06. Mai 2019, 18 Uhr: Racing Extinction – das Ende der Artenvielfalt?

Dokumentarfilm, USA 2015, 88 min
Regie: Louie Psihoyos

Es ist bereits traurige Gewissheit: der Erde steht ein weltweites Aussterben von Tier- und Pflanzenarten bevor. Wissenschaftler nehmen an, dass bis zum Ende des Jahrhunderts die Hälfte der jetzt lebenden Spezies ausgestorben sein wird. Doch die US-amerikanische Umweltschutzorganisation Oceanic Preservation Society will das Artensterben verhindern. Louie Psihoyos berichtet vom Kampf der Umweltschützer gegen illegale Wildtierhändler und Wissenschaftler und Experten werden befragt, wie schlimm es wirklich um die Erde und deren Spezies steht. Und die Botschaft am Ende lautet: Es liegt in unserer Hand, die Tiere zu retten.

Gesprächspartnerin: Elisabeth Witan (Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz der Stadt Fürth)

1. Juli 2019, 18 Uhr: Kesselrollen  – Wie rollt die Stadt von morgen ?

Dokumentarfilm, D 2016, 45 min
Regie Roman ­Högerle und Felix LängeStuttgart. Stauhauptstadt. Doch mitten darin eine erfrischende Fahrradszene. Die tagtäglich dafür kämpft, dass sich die Zustände in der Landeshauptstadt verbessern. Für eine lebenswertere Stadt. Für die Mobilität der Zukunft. Radfahren in der „Autostadt“ Stuttgart mit seinen Hügeln, Autos und Feinstaub. Das geht. Es geht sogar sehr gut. Wie gut, zeigt der über eine Crowdfunding-Kampagne finanzierte Dokumentarfilm über die Stuttgarter Fahrradszene. Anhand der Critical Mass und anderer Projekte in Stuttgart regt der Film zum Nachdenken über die Mobilität der Zukunft an. Nicht nur in Stuttgart sehenswert.

Gesprächspartner: Olaf Höhne (ADFC Fürth)