Hintergrundinfo Bienensterben

Hintergrundinfos zum Film „Das Geheimnis des Bienensterbens“, 3. Juni Babylonkino

zusammengestellt von Andrea Vogel

Studie der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit),

aufgrund der die 3 Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Mai 2013 verboten wurden:

20. 11.2012: EFSA erstellt Übersicht zu Arbeiten über Bienen

16.1. 2013: EFSA identifiziert Risiken durch Neonicotinoide für Bienen

14.3.2013: EFSA klärt Schlussfolgerungen zu Neonicotinoid angesichts neuer Daten

16.5.2013: Sachverständige diskutieren Risikobewertung und Bienen

27.5.2013 EFSA bewertet Risiken für Bienen durch Fipronil

 

Bienenmonitoring.

Falls Sie mal mit jemanden übers Bienensterben diskutieren und die Meinung vertreten, dass da in Deutschland zu wenig geforscht wird und Ihnen das Wasser abgegraben werden soll mit der Bemerkung, dass ja gerade in Deutschland eine „einmalige und supertolle wissenschafts-, industrie- und imkerübergreifende Beobachtung läuft, das Bienenmonitoring nämlich. Dann lesen Sie doch mal die folgenden, deutlichen Worte zu dieser Lobbiistenverasntaltung von Walter Haefeker, dem Präsident der Vereinigung der Europäischen Berufsimker:
http://www.imkerdemo.de/hintergrundinformationen/bienenmonitoring/

Untersuchungen, die interessant wären, ich hab jedenfalls nichts darüber im Netz gefunden

Ich weiß auch nicht, ob es mittlerweile möglich ist, an wissenschaftliche Daten ranzukommen, es wären ja auch mal Untersuchungen anzustellen, bezügl.

– Anreicherung der verschiedenen Pflanzen“schutz“mittel im Laufe der Zeit, es baut sich ja nicht jeder Stoff vollständig nach einem Jahr ab und ist aus dem Boden/Wasser verschwunden, wenn die nächste Spritzperiode beginnt…
– Pestizid-Rückstände in verschiedenen Kombinationen und ihre Auswirkungen auf die verschiedensten Organismen, ein komplexer organischer Stoff wie ein Pestizid, zerfällt ja nicht auf einen „Schlag“ vom wirksamen Insektengift zu Wasser und CO2, sondern durchläuft verschiedene Zwischenstände, die wiederum mit anderen Rückständen  ungeahnte Verbindungen eingehen können.

Höhe und Anteil der landwirtschaftlichen EU-Subventionen am gesamten EU-Fördertopf

Wenn sich die Steuerzahler die Landwirtschaftsförderung schon so viel kosten lassen, sollten seine/ihre Wünsche/Bedenken hinsichtlich industrieller Landwirtschaft, Maismonokulturen etc. doch auch in die Vertreilung der Gelder einfließen?

Quelle: http://www.eu-koordination.de/ (Vom DNR, Dachverband von 98 europäischen Umwelt- und Tierschutzvereiniungen)

„Der Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert, dass wenige Betriebe übermäßig von den Subventionen profitieren, während vor allem kleinere Höfe benachteiligt seien. Die Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe, nämlich 62 Prozent, würden von insgesamt 5,75 Milliarden Euro, die von Brüssel an Deutschland gezahlt werden, weniger als 12 Prozent, erhalten, so der Umweltverband.

Wenn die Direktzahlungen tatsächlich an Umweltmaßnahmen gebunden wären, wie es der Vorschlag der EU-Kommission zur Agrarreform vorsieht, könnten laut BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning kleinere Höfe Vorteile ziehen, da sie hier im klaren Vorteil gegenüber Großbetrieben seien.“

Quelle: BUND

Zitat: “ Hätten Sie’s gewusst?

Der größte Posten im EU-Haushalt ist mit rund 40 Prozent oder knapp 60 Milliarden Euro der europäische Agrartopf. Über neun Milliarden davon stammen von deutschen Steuerzahlern. Zurück nach Deutschland fließen rund sechs Milliarden.

Doch wofür setzt die EU das Geld ein? Bisher ist der größte Teil der Gelder nicht an bestimmte Ziele gebunden, sondern wird nach dem Gießkannenprinzip pauschal je Hektar ausgezahlt.

Den größten Anteil machen Direktzahlungen aus, die nach Betriebsgröße gezahlt werden, ohne dass dafür besondere Leistungen für Umwelt- und Tierschutz eingefordert werden. Hier profitieren wenige Betriebe mit großen Flächen und wenigen Arbeitskräften. Bis zu 120.000 Euro Fördermittel können auf eine Arbeitskraft kommen. Kleinere Betriebe erhalten deutlich weniger. Die Direktzahlungen aus Brüssel betragen im EU-Durchschnitt 262 Euro je Hektar. In Deutschland sind es 344 Euro je Hektar. …“

Links zum Thema Wildbienenschutz:

BUND: Aktion Wildbienen

Paul Westrich, Wildbienenschutz,   und eine Wildblumenmischung